Wie Purpose und Spiritualität mitten im Leben stattfinden.
Ich bin zurück aus dem Urlaub, fühle noch die Sonne im Herzen und auf der Haut, das Wasser, den Genuss, die Liebe, die Schönheit der Orte und Menschen, denen ich begegnen durfte. Und ich möchte etwas teilen, was mir in diesen Wochen wieder so sehr bewusst geworden ist:
Purpose und Spiritualität finden mitten im Leben statt. Ganz einfach, weil wir es SIND.
Als ich kurz vor meinem Urlaub die Bürotür hinter mir ins Schloss gezogen habe, habe ich meinen Purpose mitgenommen. Weil er nicht ein Job ist, sondern meine Essenz. Diese Essenz trage ich in mir, egal ob ich gerade “arbeite” oder im Urlaub, Zuhause, auf Reisen bin. Ich bin diese Lichtbringerin, diese Seele, die dich an die Freude, Lebendigkeit und Liebe in dir erinnert, die Menschen fragt, was sie wirklich begeistert und sie mit ihrer Vorstellungs- und Schöpferkraft und Selbstermächtigung in Verbindung bringt. Ich bin die, der Frieden und Authentizität am Herzen liegt… All das BIN ich. In meiner Praxis genauso wie am Steg, im Eisladen in der Stadt und am Campingplatz. Und ich bin es gerne. Weil es dem Leben so viel Sinn gibt und irgendwie auch plötzlich alles Sinn macht, was dir begegnet. Warum du an Orte, in Situationen und zu Menschen kommst, denen du Geschenk bist und die dir Geschenk sind.
Das große Missverständnis der spirituellen Szene
Immer wieder lese ich aktuell auf Instagram und Co., dass sich Menschen von der Spiritualität abwenden, weil sie darin nicht das gefunden haben, was sie gesucht haben. Dabei fühle ich: Da ist etwas in mir zu diesem Thema, das in die Welt möchte. Denn für mich liegt hier ein so so großes Missverständnis, das unsere westliche Welt prägt. Nämlich, der Glaube, dass Spiritualität etwas ist, das auf der Yogamatte stattfindet, in Retreat-Zentren, in Tempeln, in Meditation, in Tantra-Workshops… Und wenn uns dann der Alltag um die Ohren klatscht und sich nichts verändert hat, sagen wir: Die Spiritualität ist nichts für mich. Als ob wir einfach so ablegen könnten, was wir alle von Natur aus einfach SIND, egal ob wir es so nennen oder nicht. Für mich kann übrigens auch ein Auto-Mechaniker, für den Namaste ein Fremdwort ist, zutiefst spirituell sein. Wir haben Spiritualität auf ein Podest gehoben, zu etwas gemacht, das man zu bestimmten Zeiten und auf eine bestimmte Art und Weise TUT. Aber das ist es nicht, wie ich Spiritualität fühle. Für mich findet Spiritualität vor allem mitten im Leben statt. Und genau das ist die größte Challenge. :)
Es ist schön, wenn uns auf dem Meditationskissen das Licht und die Liebe aus den Ohren scheinen. Aber können wir auch bewusst und in Liebe bleiben, wenn uns die Tochter die Tür vor der Nase zuschlägt? Wenn uns der Nachbar mit seinen Gewohnheiten triggert? Wenn deine Mutter deine Grenzen nicht respektiert? Wenn uns die Schlange beim Billa nervt? Wenn der Partner unseren wundesten Punkt drückt? Sprechen wir in Liebe unsere Wahrheit oder schlucken wir runter, was uns am Herzen liegt?…
Genauso ist es schön, wenn wir unseren Purpose kennen.
Doch die eigentliche Reise fängt da an, wo wir beginnen, ihn auch in die Welt zu tragen, uns jeden Tag ein Stückchen mehr im Alltag damit sichtbar und spürbar zu machen. Sich zu positionieren mit den Werten, mit der Berufung, mit der Vision und Mission.
Versteh mich nicht falsch: Ich liebe Yoga. Ich liebe Retreats. Ich liebe Meditationen. Ich liebe Channelings. Ich liebe Öle und Klangheilungsinstrumente, Kartendecks und Ausbildungen… All das sind wunderbare Orte und Wege, um Spiritualität zu praktizieren.Wichtig ist für mich, zu wissen, dass es “nur” Wege und Hilfsmittel sind, um da anzukommen, wo es wirklich erfüllend wird: Nämlich dann, wenn Spiritualität und Purpose mitten im Alltag landen. Wenn ich auf der Terrassentreppe sitze, in den Garten blicke, den rotschwanzigen Vogel beobachte, der auf dem Zaun herum hopst und ich plötzlich von so einer Liebe und Verbundenheit geflutet werde, dass mir freudige Tränen in den Augen stehen. Wenn ich an einen Ort zurückkehre und einem Menschen begegne, der mich bisher immer getriggert hat und ich plötzlich Liebe und Mitgefühl fühlen kann. Und die Begegnung sich völlig neu anfühlt. Wenn ich Frieden und Langsamkeit wähle, obwohl das Umfeld gestresst und aggressiv ist. Und ich mich in dieser neuen Frequenz halten kann. Mitten im Leben.
Manchmal haben wir keine Ahnung, was das Beste für uns ist. Und das ok ist so. Wenn wir loslassen können.
Genau das ist mir heuer im Urlaub “passiert” und hat mich mit Dankbarkeit und Demut auf meinen gegangenen Weg zurückblicken lassen. Der mehr als einmal alles andere als bequem und geradlinig war. Und dann sitz ich hier und schreibe diese Zeilen und denk mir: Unser Ego hat oft sowas von überhaupt keine Ahnung, was wirklich gut und richtig für uns ist. Es ist das Leben selbst, das Universum, das Größere - nenne es, wie auch immer du magst - das uns trägt. Welle für Welle immer näher zu uns selbst - wenn wir es zulassen und nicht wie verrückt dagegen anpaddeln und festhalten, was gehen mag, weil wir dem Neuen nicht trauen. Hab ich in den letzten Monaten übrigens auch das eine oder andere Mal gemacht. Ui, ist das anstrengend. Nicht zu empfehlen ;)
Wenn dich diese Zeilen berühren und du den Ruf in die spürst, deiner inneren Wahrheit und Weisheit zu begegnen, die Liebe in dir zu finden, deine Berufung zu erforschen, deinen Träumen zu folgen und sie in die Welt zu tragen, dann melde dich von Herzen gerne bei mir.
Liebe und Sonnenschein zu dir.
Antonia 🌞